26.04.2026 / Möbel & Trends Salone del Mobile '26 - Trends, Neues und Gehabtes

Trends, Neues und Gehabtes

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Jedes Jahr im April wird Mailand zum Epizentrum der internationalen Interior-Szene. Während der Design Week verwandelt sich die Stadt in ein dichtes Geflecht aus Eindrücken, Konzepten, Ideen – und ja, auch sehr viel Möbel. 316.342 Besucher aus 167 Ländern, 6 intensive Tage, unzählige Perspektiven. Der Salone del Mobile ist und bleibt der weltweit bedeutendste Treffpunkt der Branche – ihre größte Bühne.

Jedes Jahr im April wird Mailand zum Epizentrum der internationalen Interior-Szene. Während der Design Week verwandelt sich die Stadt in ein dichtes Geflecht aus Eindrücken, Konzepten, Ideen – und ja, auch sehr viel Möbel. 316.342 Besucher aus 167 Ländern, 6 intensive Tage, unzählige Perspektiven. Der Salone del Mobile ist und bleibt der weltweit bedeutendste Treffpunkt der Branche – ihre größte Bühne.

Jahr für Jahr zieht es Tausende nach Mailand: Architekten, Designer, Hersteller, Händler und eine wachsende Zahl an Kreativen und Möbel-Interessierten. Sie kommen mit einer klaren Mission: sehen, verstehen, einordnen. Die Stadt gerät für eine Woche in einen Ausnahmezustand, das Messegelände selbst liegt rund 30 Minuten westlich des Zentrums – doch das eigentliche Leben spielt sich längst in der Stadt ab. Im Rahmen des Fuorisalone, in diesem Jahr unter dem Motto „Sei das Projekt“, verteilen sich rund 2.000 Veranstaltungen über ganz Mailand: in Innenhöfen, historischen Palazzi und an Orten, die sich oft erst auf den zweiten Blick erschließen. Oder auch gar nicht.

Wir waren für Sie vor Ort. Nicht, um alles zu sehen, sondern um das Wesentliche herauszufiltern, einzuordnen und für Sie greifbar zu machen. Und natürlich, um genau hinzusehen:

Was bleibt – und was kommt.

Jahr für Jahr zieht es Tausende nach Mailand: Architekten, Designer, Hersteller, Händler und eine wachsende Zahl an Kreativen und Möbel-Interessierten. Sie kommen mit einer klaren Mission: sehen, verstehen, einordnen. Die Stadt gerät für eine Woche in einen Ausnahmezustand, das Messegelände selbst liegt rund 30 Minuten westlich des Zentrums – doch das eigentliche Leben spielt sich längst in der Stadt ab. Im Rahmen des Fuorisalone, in diesem Jahr unter dem Motto „Sei das Projekt“, verteilen sich rund 2.000 Veranstaltungen über ganz Mailand: in Innenhöfen, historischen Palazzi und an Orten, die sich oft erst auf den zweiten Blick erschließen. Oder auch gar nicht.

Wir waren für Sie vor Ort. Nicht, um alles zu sehen, sondern um das Wesentliche herauszufiltern, einzuordnen und für Sie greifbar zu machen. Und natürlich, um genau hinzusehen:

Was bleibt – und was kommt.

1. Die Rückkehr der Wärme: Braun im 70er-Jahre-Look

Mailand setzt auf einen "Retro-Futurismus", die nostalgischen Formen der 60er und 70er mit modernen Materialien verbindet. Braun ist zurück, gerne in Kombination mit kräftigen Primarfarben. Dies ist eine schöne Alternative zu den allgegenwärtigen Beigetönen. Tiefe, satte Nuancen, oft kombiniert mit Holz, Leder und matten Oberflächen. Es wirkt vertraut – und gleichzeitig überraschend aktuell. Warm, umarmend, ausdrucksstark.

1. Die Rückkehr der Wärme: Braun im 70er-Jahre-Look

Mailand setzt auf einen "Retro-Futurismus", die nostalgischen Formen der 60er und 70er mit modernen Materialien verbindet. Braun ist zurück, gerne in Kombination mit kräftigen Primarfarben. Dies ist eine schöne Alternative zu den allgegenwärtigen Beigetönen. Tiefe, satte Nuancen, oft kombiniert mit Holz, Leder und matten Oberflächen. Es wirkt vertraut – und gleichzeitig überraschend aktuell. Warm, umarmend, ausdrucksstark.

2. Das Gelbe vom Ei

In Mailand begegnete uns die Farbe immer wieder – von warmem Gelb bis hin zu feinen Goldnuancen. Nie flächig, nie dominant, sondern gezielt gesetzt. Als bewusster Bruch, als überraschender Moment innerhalb ruhiger Kompositionen. Vielleicht ist das kein Zufall. Mailand trägt Gelb seit jeher in sich: in den Fassaden der Palazzi, in den historischen Straßenbahnen, im Licht der Stadt. Doch es geht weniger um die Farbe selbst als um ihre Wirkung. Gelb bringt Licht, Energie und genau den richtigen Akzent in ansonsten zurückhaltende Räume. Richtig eingesetzt entsteht Spannung – besonders im Zusammenspiel mit Braun- und Beigetönen.

2. Das Gelbe vom Ei

In Mailand begegnete uns die Farbe immer wieder – von warmem Gelb bis hin zu feinen Goldnuancen. Nie flächig, nie dominant, sondern gezielt gesetzt. Als bewusster Bruch, als überraschender Moment innerhalb ruhiger Kompositionen. Vielleicht ist das kein Zufall. Mailand trägt Gelb seit jeher in sich: in den Fassaden der Palazzi, in den historischen Straßenbahnen, im Licht der Stadt. Doch es geht weniger um die Farbe selbst als um ihre Wirkung. Gelb bringt Licht, Energie und genau den richtigen Akzent in ansonsten zurückhaltende Räume. Richtig eingesetzt entsteht Spannung – besonders im Zusammenspiel mit Braun- und Beigetönen.

3. Glasmöbel - Transparenz und Struktur

Möbel aus Glas sind kein neues Thema. Bereits auf der Salone del Mobile im vergangenen Jahr waren Möbel, Leuchten und Accessoires aus Press- und Gussglas ebenso präsent wie fein gearbeitetes Muranoglas. Die Bandbreite reicht dabei von zart und filigran bis hin zu streng geometrischen Formen, die an klassische Glasbausteine erinnern. Auch in diesem Jahr setzt sich diese Entwicklung fort. Besonders auffällig: transparent-reflektierende Glastische, wie sie etwa von Acerbis gezeigt wurden. Sie spielen mit Licht, Spiegelung und Perspektive – und verändern damit die Wahrnehmung des Raumes. Hier kommen gleich drei Trends zusammen: Glas, warme Goldtöne und der 70er-Jahre. Alles richtig gemacht.

3. Glasmöbel - Transparenz und Struktur

Möbel aus Glas sind kein neues Thema. Bereits auf der Salone del Mobile im vergangenen Jahr waren Möbel, Leuchten und Accessoires aus Press- und Gussglas ebenso präsent wie fein gearbeitetes Muranoglas. Die Bandbreite reicht dabei von zart und filigran bis hin zu streng geometrischen Formen, die an klassische Glasbausteine erinnern. Auch in diesem Jahr setzt sich diese Entwicklung fort. Besonders auffällig: transparent-reflektierende Glastische, wie sie etwa von Acerbis gezeigt wurden. Sie spielen mit Licht, Spiegelung und Perspektive – und verändern damit die Wahrnehmung des Raumes. Hier kommen gleich drei Trends zusammen: Glas, warme Goldtöne und der 70er-Jahre. Alles richtig gemacht.

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4. Selbstverständlich rund

Organische Formen ziehen sich mittlerweile durch nahezu alle Bereiche. Sofas, Sessel, Tische – alles wird weicher, fließender, einladender. Was vor wenigen Jahren noch als bewusstes Statement galt, ist heute beinahe selbstverständlich geworden. Die Strenge tritt in den Hintergrund, an ihre Stelle tritt eine spürbare Gelassenheit im Raum. Bereits im vergangenen Jahr haben wir die Frage gestellt, ob die zunehmende Unruhe im Außen den Wunsch nach mehr Ruhe und Weichheit im Innen verstärkt. Die diesjährigen Entwürfe geben darauf eine klare Antwort. So zeigt etwa Edra mit der neuen „Anywhere“-Couch, wie sich klassische Sofatypologien weiterentwickeln: weg von der klar definierten L-Form, hin zu variablen, fließenden und bewusst weich gedachten Lösungen, die sich dem Raum anpassen – und dem Menschen. Durch die variable bewegbaren Rückenlehnen und das intelligente Kissen wird es zu einem höchst individualisierbaren Sitzmöbel.

4. Selbstverständlich rund

Organische Formen ziehen sich mittlerweile durch nahezu alle Bereiche. Sofas, Sessel, Tische – alles wird weicher, fließender, einladender. Was vor wenigen Jahren noch als bewusstes Statement galt, ist heute beinahe selbstverständlich geworden. Die Strenge tritt in den Hintergrund, an ihre Stelle tritt eine spürbare Gelassenheit im Raum. Bereits im vergangenen Jahr haben wir die Frage gestellt, ob die zunehmende Unruhe im Außen den Wunsch nach mehr Ruhe und Weichheit im Innen verstärkt. Die diesjährigen Entwürfe geben darauf eine klare Antwort. So zeigt etwa Edra mit der neuen „Anywhere“-Couch, wie sich klassische Sofatypologien weiterentwickeln: weg von der klar definierten L-Form, hin zu variablen, fließenden und bewusst weich gedachten Lösungen, die sich dem Raum anpassen – und dem Menschen. Durch die variable bewegbaren Rückenlehnen und das intelligente Kissen wird es zu einem höchst individualisierbaren Sitzmöbel.

Sengfelder 05.24.04_Salone-Rund.webp
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5. Draußen wird noch wohnlicher

Was sich seit Jahren abzeichnet, wurde in Mailand nun mit aller Klarheit bestätigt: Der Außenbereich ist endgültig im Wohnraum angekommen. Materialien, Komfort und Details nähern sich dem Innenraum auf einem Niveau an, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Polster werden großzügiger, Stoffe differenzierter, Arrangements durchdachter. Es entstehen Außenbereiche, die nicht mehr nur funktionieren, sondern die gleiche Selbstverständlichkeit und Qualität ausstrahlen wie ein Wohnzimmer. Marken wie DEDON oder Gloster zeigen seit Jahren, wie konsequent dieser Weg gedacht werden kann: mit wetterfesten Materialien, die sich weder optisch noch haptisch hinter Indoor-Lösungen verstecken müssen. Das Ergebnis ist ein fließender Übergang. Terrassen werden zu Wohnlandschaften, Gärten zu Erweiterungen des Hauses. Outdoor ist kein Zusatz mehr, kein saisonales Thema – sondern ein integraler Bestandteil eines ganzheitlich gedachten Wohnkonzepts.

Oder anders gesagt: Der schönste Raum ist draußen. Und er wird immer besser.

5. Draußen wird noch wohnlicher

Was sich seit Jahren abzeichnet, wurde in Mailand nun mit aller Klarheit bestätigt: Der Außenbereich ist endgültig im Wohnraum angekommen. Materialien, Komfort und Details nähern sich dem Innenraum auf einem Niveau an, das vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Polster werden großzügiger, Stoffe differenzierter, Arrangements durchdachter. Es entstehen Außenbereiche, die nicht mehr nur funktionieren, sondern die gleiche Selbstverständlichkeit und Qualität ausstrahlen wie ein Wohnzimmer. Marken wie DEDON oder Gloster zeigen seit Jahren, wie konsequent dieser Weg gedacht werden kann: mit wetterfesten Materialien, die sich weder optisch noch haptisch hinter Indoor-Lösungen verstecken müssen. Das Ergebnis ist ein fließender Übergang. Terrassen werden zu Wohnlandschaften, Gärten zu Erweiterungen des Hauses. Outdoor ist kein Zusatz mehr, kein saisonales Thema – sondern ein integraler Bestandteil eines ganzheitlich gedachten Wohnkonzepts.

Oder anders gesagt: Der schönste Raum ist draußen. Und er wird immer besser.

Wer die Entwicklungen aus 2025 mit den Eindrücken aus 2026 vergleicht, erkennt schnell: Mailand zeigt keine Revolution, Mailand zeigt Verfeinerung. Die großen Innovationen bleiben aus, die kleinen Veränderungen gewinnen an Bedeutung. Materialien werden präziser eingesetzt, Formen selbstverständlicher gedacht, Räume konsequenter für den Menschen geplant.

Uns bleiben viele Eindrücke, eine klare Erkenntnis über die Intensität dieser Tage und das Wissen, dass eine solche Messe alles ist, nur kein Spaziergang. Sie ist Arbeit: Sehen, einordnen, verwerfen, neu bewerten.
Wir haben gelernt, dass früher mehr Budget für Messestände vorhanden war, dass die Zweiteilung in Messegelände und Stadt für Aussteller ebenfalls eher herausfordernd als gewinnbringend ist, dass viele Asiaten nicht zum Schauen, sondern zum Nachmachen kommen.
Und wir haben auf jeden Fall gelernt, dass man nicht zur Messezeit in Mailand übernachten sollte – wir schliefen in Como. Ganz Profis…

Und dann haben wir eben auch die Einsicht gewonnen, dass die wirklich große, alles verändernde Idee in der Möbelindustrie noch auf sich warten lässt. Ein wenig fühlt es sich an wie bei Karl Valentin, leicht abgewandelt:

„Es ist schon Alles gezeigt worden. Nur nicht von Allen.“

Aber es war dennoch sehr schöne Tage. So schön, dass wir auch dieses Mal wieder sagen „Grazie mille. Wir kommen wieder!“

Kontakt

Wer die Entwicklungen aus 2025 mit den Eindrücken aus 2026 vergleicht, erkennt schnell: Mailand zeigt keine Revolution, Mailand zeigt Verfeinerung. Die großen Innovationen bleiben aus, die kleinen Veränderungen gewinnen an Bedeutung. Materialien werden präziser eingesetzt, Formen selbstverständlicher gedacht, Räume konsequenter für den Menschen geplant.

Uns bleiben viele Eindrücke, eine klare Erkenntnis über die Intensität dieser Tage und das Wissen, dass eine solche Messe alles ist, nur kein Spaziergang. Sie ist Arbeit: Sehen, einordnen, verwerfen, neu bewerten.
Wir haben gelernt, dass früher mehr Budget für Messestände vorhanden war, dass die Zweiteilung in Messegelände und Stadt für Aussteller ebenfalls eher herausfordernd als gewinnbringend ist, dass viele Asiaten nicht zum Schauen, sondern zum Nachmachen kommen.
Und wir haben auf jeden Fall gelernt, dass man nicht zur Messezeit in Mailand übernachten sollte – wir schliefen in Como. Ganz Profis…

Und dann haben wir eben auch die Einsicht gewonnen, dass die wirklich große, alles verändernde Idee in der Möbelindustrie noch auf sich warten lässt. Ein wenig fühlt es sich an wie bei Karl Valentin, leicht abgewandelt:

„Es ist schon Alles gezeigt worden. Nur nicht von Allen.“

Aber es war dennoch sehr schöne Tage. So schön, dass wir auch dieses Mal wieder sagen „Grazie mille. Wir kommen wieder!“

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